„Wir müssen Kindern frühzeitig das demokratische System nahe bringen“, fordert SPD-Landtagskandidat Marco Schneider. „Hierbei leistet das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt einen wichtigen Beitrag“, zieht er nach einem Besuch der Jusos aus Stadt und Landkreis sowie der SPD-Landtagskandidaten Marco Schneider und Volkmar Halbleib beim Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Bilanz. Der SPD-Delegation erklärten der Bundesvorsitzende Georg Förster und der Landesvorsitzende Gerald Möhrlein die Arbeitsweise und Struktur des AWO-Jugendwerks.
Als eigenständige Organisation sind die Hauptaufgaben die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen, Durchführung von Ferienmaßnahmen und Hilfe bei Schularbeiten. Einen Schwerpunkt bildet dabei auch die politische Bildung. Ein Projekt, das sich dafür besonders eignet ist nach Aussage von Förster die Ferienfreizeit „Kinderrepublik“, bei der die Teilnehmer in verschiedenen Dörfern organisiert sind. „Wir lassen die Kinder und Jugendlichen selbst entscheiden und wollen ihnen so spielend Politik beibringen“, erklärt Förster. Auch beim höchsten Beschluss fassenden Gremium im Bayerischen Jugendwerk, der Landesjugendwerkskonferenz, dürfen alle Anwesenden, egal welchen Alters, abstimmen. „Schwierige Zusammenhänge werden Kindgerecht durch die Puppe Emma erklärt, so dass alle genau wissen, worum es geht. Und vor allem Kinder stellen oft kritische Fragen und nehmen aktiv teil“, betont Landesvorsitzender Möhrlein.
Bei der Finanzierung des Jugendwerks sehen die beiden Kandidaten Marco Schneider und Volkmar Halbleib Nachholbedarf. „Ein Sonderprogramm der Staatsregierung im Wahljahr reicht bei Weitem nicht aus“, kritisiert Halbleib. Da die Fördermittel des Bayerischen Kinder- und Jugendprogramms vor allem in die Mitarbeiterausbildung fließen, müssten hier Verbesserungen eintreten.
Für den Bezirk Unterfranken denkt das Jugendwerk ein Projekt an, bei dem Jugendliche für politische Diskussion begeistert werden sollen. In einer Veranstaltungsreihe sollen die Teilnehmer interaktiv verschiedene Themenfelder ohne die üblichen Vorträge oder Podiumsdiskussionen selbst erarbeitet werden. „Wir wollen Jugendliche motivieren mitzumachen“ so Georg Förster. Für die Jusos sagten die beiden Vorsitzenden Christian Göpfert und Stefan Albrecht hierbei ihre Unterstützung zu.
Abschließend schlug Volkmar Halbleib einen unregelmäßigen Austausch der Arbeiterjugend in der Region vor. „Wir haben gleiche Wertvorstellungen. Wenn wir unsere Kräfte bündeln kommen wir gemeinsam unsere politischen Zielen ein Stück näher.“